
Brundibár
Hans Krása/Adolf Hoffmeister/François Camus/Kim Langner
Kreation
28.04.2027, 10.00
28.04.2027, 19.30
29.04.2027, 10.00
29.04.2027, 14.00
30.04.2027, 10.00
30.04.2027, 14.00
02.05.2027, 11.00
02.05.2027, 17.00
Die 1938 entstandene Kinderoper Brundibár ist ein berührendes Werk des musikalischen Widerstands. Ursprünglich für einen Wettbewerb geschrieben, wurde sie im besetzten Prag heimlich in einem jüdischen Waisenhaus aufgeführt, bevor Komponist Hans Krása 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde.
Die Oper von Hans Krása und Librettist Adolf Hoffmeister erzählt die Geschichte von Aninka und Pepíček. Die Geschwister brauchen Milch für ihre kranke Mutter, haben aber kein Geld. Sie versuchen, auf dem Marktplatz zu singen, werden jedoch vom bösen Leierkastenmann Brundibár vertrieben. Mit Hilfe von Tieren und anderen Kindern besiegen sie den Tyrannen durch Gesang und Solidarität.
Im Ghetto Theresienstadt rekonstruierte Krása die Partitur aus dem Gedächtnis und passte sie an die verfügbaren Instrumente an. Am 23. September 1943 fand die Premiere im Lager statt. Die Oper wurde zum Publikumsliebling und erlebte 55 Aufführungen. Aufgrund ständiger Deportationen der Kinder mussten die Rollen immer wieder neu besetzt werden. Im Sommer 1944 instrumentalisierten die Nationalsozialisten die Oper. Für den Propagandafilm Theresienstadt (auch bekannt als Der Führer schenkt den Juden eine Stadt) mussten die Kinder die Oper aufführen, um dem Internationalen Roten Kreuz vorzutäuschen, die Gefangenen würden ein normales Leben führen. Kurz nach den Dreharbeiten wurde Hans Krása zusammen mit den meisten der musizierenden Kinder und Darstellern nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Mit dem Ziel, die historischen Zusammenhänge – die Shoah und den Alltag im Lager Theresienstadt – anders zu beleuchten, präsentieren Kim Langner und François Camus eine neue Inszenierung von Brundibár in Zusammenarbeit mit dem Orchestre de Chambre du Luxembourg und der Ecole Privée Sainte-Sophie.
Inszenierung: François Camus, Kim Langner
Bühnenbild: Christoph Rasche
Regieassistenz: Valentin Besson
Musik: Orchestre de Chambre du Luxembourg
unter der Leitung von Philippe Forget
Mit: u.a. Schülerinnen und Schülern der Ecole Privée Sainte-Sophie unter der Leitung von Nicola Heckner
Eine Koproduktion: Théâtre National du Luxembourg, Orchestre de Chambre du Luxembourg, École Privée Sainte-Sophie