Merde%20alors_edited.jpg

Merde alors!

Philipp Hauss liest Auszüge aus Jean Asselborns politischer Biographie

 

10.10.2020, 20.00

 

Merde alors! Mit diesem Ausruf schloss Jean Asselborn, der dienst-älteste Außenminister der Europäischen Union, seine Zurecht-weisung des ehemaligen italienischen Vizepremiers Matteo Salvini. Asselborn forderte ein klares Bekenntnis zu Menschlichkeit und Gerechtigkeit in Zeiten der Flüchtlingskrise. Seit 2004 im Amt, hat der luxemburgische Sozialdemokrat seine konsequente Haltung für eine humanistische Außenpolitik während aller Höhen und Tiefen der EU beibehalten. So erlebte er die EU-Erweiterung, die Finanz- und Wirtschaftskrise, die Migrationswelle und die damit einhergehende Uneinigkeit über eine solidarische Verteilung der Flüchtlinge, den Ukraine-Konflikt, den Krieg in Syrien, den Brexit und die Corona-Krise.

 

Die renommierte Journalistin Margaretha Kopeinig zeichnet in dieser Biografie ein lebendiges und eindrückliches Bild von Jean Asselborn und seiner politischen Karriere: von den Anfängen als Bürgermeister seiner Heimatstadt Steinfort über den Parteivorsitz der luxemburgischen Sozialdemokratie bis hin zum Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten. Dabei schafft sie es nicht nur, den humorvollen und engagierten Politiker lebhaft darzustellen, sondern zeigt auch, wie notwendig konsequente Haltungen und klare Positionen in turbulenten Zeiten sind.

 

2019 wurde — inspiriert von Jean Asselborns mittlerweile auf T-Shirts verewigtem Merde alors! -Moment — unter dem Titel „Alles kann passieren!”: Ein Polittheater eine von Florian Klenk und Doron Rabinovici erstellte Collage populistischer Reden unserer Zeit mit vier Schauspielerinnen am Wiener Burgtheater aufgeführt. Der Abend war in der Folge auch am TNL zu sehen. Philipp Hauss, Schauspieler, Regisseur, promovierter Philosoph und seit 2002 im Ensemble des Burgtheaters, wird nun aus Asselborns Biographie lesen; im Anschluß findet eine Podiumsdiskussion mit dem Außenminister statt.

 

 

Premiere am 10. Oktober 2020 um 20.00 Uhr

Théâtre National du Luxembourg

Ce qu'en dit la presse

Texte

 

—  Auteur, Journal