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ABGESAGT!

Die neuen Todsünden

Sieben Autorinnen/Anna Bergmann

 

Uraufführung

25.02.2021, 19.00

26.02.2021, 19.00

27.02.2021, 19.00

28.02.2021, 17.00

 

Autoren: Angeliki Darlasi, Marina Davydova, Larisa Faber, Elise Schmit, Liv Strömquist, Sivan Ben Yishai, Maryam Zaree

 

 

1925 benannte Mahatma Gandhi die in seinen Augen größten Vergehen der Menschheit, die „Todsünden” der modernen Gesellschaft. Doch wie steht es in der digitalisierten und globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts um Gandhis Thesen? Wo verrät das auf hohen Idealen errichtete Europa seine eigenen Prinzipien und Maximen?

 

Sieben Autorinnen aus dem europäischen Raum, darunter die Luxemburgerinnen Larisa Faber und Elise Schmit, wurden von uns beauftragt, je ein kurzes Stück zu einer von Gandhis Todsünden zu verfassen, aus heutiger Perspektive. Die gefeierte Regisseurin Anna Bergmann, deren Inszenierung von Ingmar Bergmans Persona beim Berliner Theatertreffen 2019 zu sehen war, verwebt diese neuen, funkelnden Texte zu einem großen, sinnlichen Ensembleabend. Die Bühne stammt vom bekannten bildenden Künstler Stefan Strumbel, der unter anderem mit seiner Neugestaltung des Innenraums der Kirche Goldscheuer bei Offenburg für Furore sorgte.

 

Die neuen Todsünden: In Politik ohne Prinzipien widmet sich die griechische Dramatikerin Angeliki Darlasi einem realen Politskandal, die Luxemburgerin Elise Schmit hinterfragt in Genuss ohne Gewissen unser Konsumverhalten vor dem Hintergrund von Klimawandel und ökologischer Apokalypse und Maryam Zaree, preisgekrönte Filmemacherin, Schauspielerin und Theaterautorin, legt in Wissen ohne Charakter eine Spur von aktuellen rechtsextremen Tendenzen zurück zu den Verbrechen des Nationalsozialismus. In Religion ohne Opfer erzählt die israelische Performerin, Theaterregisseurin und Autorin Sivan Ben Yishai auf ambivalente Weise vom höchsten Feiertag des Judentums, Jom Kippur.

 

Die in Moskau lebende aserbaidschanische Theatermacherin Marina Davydova enthüllt in Wissenschaft ohne Menschlichkeit das Geheimnis eines Wissenschaftlers, der sein ganzes Leben lang damit verbracht hat, die „fehlerhafte Maschine” Mensch zu optimieren, um nicht erst im Tod zur Erkenntnis zu gelangen, während die für ihre feministischen, so klugen wie unterhaltsamen Comics beliebte Schwedin Liv Strömquist in Reichtum ohne Arbeit der Frage nachgeht: „Wie können wir extremen Wohlstand beenden?” Die in Rumänien geborene und in Luxemburg und London lebende Schauspielerin und Theaterautorin Larisa Faber entwirft in Geschäft ohne Moral schließlich das Psychogramm eines Mannes, dessen Leben fundamental durch Missbrauch anderer geprägt ist.

 

Regie: Anna Bergmann

Bühne: Stefan Strumbel, Julia Katharina Berndt

Kostüme: Lane Schäfer, Wicke Naujoks

Video: Sebastian Pircher

Sounddesign: Heiko Schnurpel

Live-Musik / Komposition:  Clemens Rynkowski

Choreografie: Emiel Vandenberghe

Dramaturgie: Nele Lindemann, Florian Hirsch, Anna Haas

Mit: Désirée Ballantyne, Marie-Joelle Blazejewski, Rita Duclos, Lucie Emons, Lucia Lucas, Jacqueline Macaulay, Frida Österberg, Sarah Sandeh, Heisam Abbas, Vazgen Gazaryan, Tom Gramenz, Hadir Kheri Hando, Jens Koch, Clemens Rynkowski,

Thomas Schuhmacher, Timo Tank

Eine Koproduktion: Théâtre National du Luxembourg, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Stadsteater Uppsala

Ce qu'en dit la presse

Texte

 

—  Auteur, Journal

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