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Der fremde Blick

Roberto Ciulli liest aus seinem Buch und diskutiert mit Gästen über Europa, Das Fremde und das Theater

27.01.2021

 

Frage: »Sie wollten einmal Philosoph werden ...«

 

Roberto Ciulli: »Ich bin Philosoph geworden. Mich hat immer interessiert, Philosophie für eine Gesellschaft in die Praxis umzusetzen. Wenn es so etwas wie eine kollektive Intelligenz gibt, dann ist das Theater der beste Ort dafür, sie zu entfalten. Der sokratische Dialog ist die Methode.«

 

Roberto Ciulli, geboren 1934 in Mailand, ist ein Ausnahmekünstler, der durch „Humor, Menschenkenntnis, Ernst und Liebe“ in vierzig Jahren mit dem Theater an der Ruhr ein einzigartiges, international höchst angesehenes Theatermodell geschaffen hat.

Der fremde Blick ist eine die monumentale Sammlung von Gesprächen, Texten und Fotos, die Alexander Wewerka und Jonas Tinius anläßlich des 85. Geburtstags von Roberto Ciulli herausgegeben haben. Ciulli erzählt von seiner Kindheit im faschistischen Italien und seinem Studium der Philosophie in den 1950erJahren.

 

1961 gründet er das Zelttheater Il Globo am Stadtrand von Mailand. 1965 folgt nach einem Neuanfang als Fabrikarbeiter in Deutschland eine Karriere als Regisseur an Theatern in Göttingen, Köln, Berlin und Düsseldorf. 1980 gründet Roberto Ciulli in Mülheim an der Ruhr gemeinsam mit dem Dramaturgen Helmut Schäfer und dem Bühnenbildner Gralf-Edzard Habben das Theater an der Ruhr – ein freies, aber staatlich subventioniertes Ensembletheater, bei dem das Reisen und der Kulturaustausch zum Programm gehören. In über 35 Jahren besucht das Theater über 40 Länder und holt zugleich die Welt ins Ruhrgebiet, indem es Künstler aus u.a. Chile, Polen, Russland, Ex-Jugoslawien, Ägypten, Türkei, Iran und Irak nach Mülheim einlädt.

 

Der legendäre Theatermacher Roberto Ciulli, der am Théâtre National zuletzt eine besondere, auf die Essenz reduzierte Vision von Ibsens Peer Gynt gezeigt hat, wird dieses „Lebenswerk“ vorstellen und gemeinsam mit dem ihm über viele Jahre verbundenen Frank Hoffmann und anderen Gästen über Europa und das Fremde sowie ein halbes Jahrhundert Theater- und Kulturgeschichte diskutieren.

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