Baal

Bertolt Brecht/ Thomas Thieme/Arthur Thieme

Konzertante Aufführung

07.11.2019 20h00

08.11.2019 20h00

Thomas Thieme spielt Brecht. Ausgesucht hat er sich das Drama, das Brecht über Jahrzehnte begleitet hat: Baal. In dessen Zentrum steht der egomanische Künstler, der auf Kosten der Gesellschaft lebt – hemmungslos, gierig, (selbst-)zerstörerisch.

 

Warum schreibt ein Großer wie Bertolt Brecht fünf Fassungen dieses Stoffes? Warum kann er gerade sein Jugendwerk nie loslassen? Das Stück, schrieb der erwachsene Brecht, hat keine Weisheit. Das stimmt wohl, aber was es hat, das ist: Kraft.

 

Thomas Thieme wird die Texte konzertant spielen, sein Sohn Arthur Thieme den Rhythmus des Abends mit der Bassgitarre bestimmen. Eine theatralisch-musikalische Spurensuche. Denn Brecht ist Musik. So empfindet es Thomas Thieme. Leicht muss es werden, melancholisch, anarchisch. Baal, die genial-poetische Krafthuberei des jungen Brecht. Die Phantasmagorie eines Kerles, der keine Grenzen kennt: Nur Flaschen, die er leert, nur Weiber, die er füllt. Von der Bühne in den Saal und zurück wird gerufen: Glotzt nicht so romantisch!

 

Thomas Thieme gehört zu den prägnantesten Schauspielern Deutschlands. Er war unter anderem am Berliner Ensemble, der Schaubühne Berlin, dem Burgtheater Wien sowie den Münchner Kammerspielen engagiert, wo er mit Regisseuren wie Claus Peymann, Einar Schleef und Robert Wilson zusammenarbeitete. 2000 wurde er von der Zeitschrift „Theater heute“ als Schauspieler des Jahres ausgezeichnet. Einem breiteren Publikum wurde er durch die Kinofilme Der Untergang, Das Leben der Anderen und Der Baader Meinhof Komplex bekannt. Thomas Thieme wurde mit der Goldenen Kamera 2014 als bester Schauspieler ausgezeichnet. Bei Frank Hoffmann spielte er den Marquis de Sade im Stück von Peter Weiss am Schauspiel Frankfurt und die Titelrolle in Robert Guiskard am Hamburger Schauspielhaus.

 

Arthur Thieme, Musiker und Komponist, hat für das Weimarer Nationaltheater gearbeitet und war musikalischer Leiter für Produktionen des Augsburger Brechtfestivals sowie der Ruhrfestspiele Recklinghausen. Seit 2013 steht der Multi-Insturmentalist auch mit seinem Vater Thomas Thieme auf der Bühne.

Regie Julia von Sell

Mit Thomas Thieme, Arthur Thieme (Bass)

Eine Koproduktion Augsburger Brechtfestival

Pressespiegel

Jedes Wispern, jede Pause trafen so exakt wie jeder Gitarrenton auf Worte, Stimmung und Bilder (...) Ein großer, viel beklatschter Abend für BRecht und ein Abend, der zeigt, was Theater wirklich sein kann.

 

—  Donaukurier

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