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  • WILHELM II. THE GRAZY ANTIWAR HISTORY RALLYE

       Theater, Théâtre

    Auteur :

    Wolfsmehl

    Metteur en scène :

    Stefan Maurer

    Décors :

    Alexandra Pitz

    Costumes :

    Alexandra Pitz

    Direction Musicale :

    Sebastian Lohse

    Lumière :

    Zeljko Sestak, Michael Kohlhagen

    Avec :

    Susanne Bredehöft, Thorsten Heidel, Uli Pleßmann, Jubril Sulaimon, Brigitte Urhausen, Musiker: David Hagen, Christian von der Goltz, Matthias Trippner

    Une coproduction :

    Théâtre National du Luxembourg, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Stadttheater Minden

    Lieu de production :

    Théâtre national du Luxembourg

  • Tickets Lundi
    05 novembre 2018
    20:00
    Tickets Mardi
    06 novembre 2018
    20:00
    Tickets Dimanche
    11 novembre 2018
    17:00
    Tickets Mardi
    13 novembre 2018
    20:00
Layout 1
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WILHELM II. THE GRAZY ANTIWAR HISTORY RALLYE

Rockmusikdrama

Uraufführung

Einführung zum Stück von Simone Beck

 

Wenn das geflügelte Wort vom „Treppenwitz der Geschichte“ auf etwas passt, dann auf diese groteske Story Wilhelms II., dem ein seltsam gnädiges Geschick erlaubte, sich jeder Strafe und Verantwortung für millionenfaches Schlachten in einem holländischen Schlösschen zu entziehen, das er von Audrey Hepburns Tante erwarb.

 

Dort, in Doorn, zog er ein, samt einer 59 Güterwaggons umfassenden Ladung aus Möbeln, Kunstwerken, Kleidern, Waffen – als gleichsam letzte Untertanengeste der ersten deutschen Republik.

 

Ausgesperrt aus der Geschichte, blieb ihm als Opfer nur der 35 Hektar große Park mit alten, majestätisch hohen Bäumen, die er Tag um Tag, Jahr um Jahr die letzten 20 Jahre seines Lebens zu Kleinholz schlug. Als wäre es aus einem Stück von Thomas Bernhard, gab es dazu dann noch den ergebenen Sekundanten, mehr als zwanzig Jahre lang gekettet an den manischen Pedanten, an dessen Selbstverblendung, Launen, Hasstiraden und selbstherrliche Prahlerei. Sigurd von Ilsemann sein Name, von Wilhelm II. auch gerne „Ilsemännchen“ oder „Ilsebein“ genannt.

Die Aufzeichnungen des Flügeladjudanten sind das authentische Material, aus dem der Autor Wolfsmehl ein „Rockmusikdrama“ kreiert hat, das nach der Uraufführung bei den Ruhrfestspielen jetzt nach Luxemburg kommt, 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. Achtung, es wird kein Gedenkabend. Im Gegenteil: ein verrückter, wilder Tanz am Abgrund, inszeniert von Stefan Maurer, pointiert von tollen Schauspielern und Sängern. So spielt und singt Susanne Bredehöft den letzten deutschen Kaiser.

 

Und dann ist da diese Musik von Sebastian Lohse, die auf den ersten Blick so gar nicht zum ernsten Sujet passen will. Auf den zweiten Blick aber wohl: Es entsteht ein abgefahrener Abend, an dem heftig Musik gegen den Krieg gemacht wird. Und das ist gut so!

 

Der Belehrungsfalle entgeht Wolfsmehl mit feinem historischen Gespür und geschickt-spritzigen Dialogen sowie fetzig-schräger Musik. Dem dunklen, düsteren Stoff um den epochalen Kaiser setzt er bewusst einen verrückt-modernen Kontrapunkt entgegen. Recklinghäuser Zeitung

 

Regie: Stefan Maurer

Liedtexte: Wolfsmehl

Komposition: Sebastian Lohse

Bühne und Kostüme: Alexandra Pitz

Licht: Zeljko Sestak, Michael Kohlhagen

Ton: Eike Egbers

Musikalische Leitung: Sebastian Lohse

Musiker: David Hagen, Christian von der Goltz, Matthias Trippner

 

Mit: Susanne Bredehöft, Thorsten Heidel, Uli Pleßmann, Jubril Sulaimon, Brigitte Urhausen

Eine Koproduktion: Théâtre National du Luxembourg, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Stadttheater Minden