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  • SOLSCHENIZYN. DISSIDENT,PATRIOT

       Jeunes, Jugend, Theater, Théâtre

    Metteur en scène :

    Frank Hoffmann

    Dramaturgie :

    Ruth Heynen, Mandy Thiery

    Avec :

    SchauspielschülerInnen aus Russland und Luxemburg

    Une production :

    Théâtre National du Luxembourg

    Une coproduction :

    Maly Academic State Theatre, Centre culturel et scientifique de Russie à Luxembourg

  • Tickets Mardi
    11 décembre 2018
    20:00
    Tickets Mercredi
    12 décembre 2018
    20:00
Layout 1
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SOLSCHENIZYN. DISSIDENT,PATRIOT

Szenische Lesung zu Leben und Werk von Alexander Solschenizyn zur Feier seines hundertsten Geburtstages/

Lecture scénique sur la vie et l’œuvre d’Alexandre Soljenitsyne à l’occasion du centenaire de sa naissance

 

Alexander Solschenizyn, vom KGB verfolgter Gulag-Chronist, Nobelpreisträger, ewiger Dissident, Patriot und kritisch-unbequemer Geist, war aus Katastrophenerfahrung konservativ. Zarennostalgie lag Solschenizyn völlig fern, sein Verhältnis zu Politikern war unsentimental. Er hielt insbesondere den letzten Zaren Nikolai II. für tragisch inkompetent und fand seine Verklärung als Märtyrer abwegig und kitschig.

 

Alexander Solschenizyn wurde am 11. Dezember 1918 in Kislowodsk geboren. Sein Vater starb noch vor seiner Geburt und er wuchs bei seiner Mutter auf. Schon als Kind wollte er Schriftsteller werden, studierte aber zunächst Mathematik, – was ihn später mehrere Male vor dem Tod retten sollte. Später fügte er noch Physik und Literatur hinzu.

 

Solschenizyn diente in der russischen Armee während des Zweiten Weltkriegs, an dessen Ende er verhaftet wurde (wegen weniger kritischer Bemerkungen über Stalin in seinem Briefwechsel mit einem Schulfreund), um dann zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt zu werden. Dort arbeitete er als Minenarbeiter, als Mathematiker in der wissenschaftlichen Abteilung des Innenministeriums, als Maurer und Gießer – und entwickelte einen Tumor. Am Ende seiner acht Jahre langen Strafe folgte seine Verbannung nach Südkasachstan, wo er Mathematik und Physik an Schulen unterrichtete und im Geheimen schrieb. Sein Krebs entwickelte sich rasant, doch er schrieb im Geheimen weiter. Erst 1961, mit über vierzig Jahren, ging er zum ersten Mal mit einem seiner Texte an die Öffentlichkeit. Sie wurden zunächst veröffentlicht, dann verboten. Doch Solschenizyn schrieb weiter, erhielt 1970 den Nobelpreis, wurde 1974 ausgewiesen und zog zunächst in die Schweiz, dann in die USA. Erst 1994 kehrte er nach Russland zurück und starb am 3. August 2008 in Moskau. Sein Werk ist verstörend, enorm, vielfältig – und stark gespalten, betrachtet man sein Schreiben bis zu seiner Ausweisung und nach seiner Rückkehr nach Russland.

 

In einer szenischen Lesung werden russische und luxemburgische SchauspielschülerInnen der Akademien aus Moskau, Wien und Berlin Leben und Texte Solschenizyns vorstellen und versuchen, den Spagat zwischen literarischem Widerstand und meditativer Hingabe als Prismen einer einzigen Persönlichkeit zu vollziehen.

 

Lors d’une lecture scénique sous la direction de Frank Hoffmann, des étudiants russes et luxembourgeois, provenant des académies de Moscou, Vienne et Berlin, présenteront la vie et l’œuvre du grand écrivain russe Alexandre Soljenitsyne et tenteront de décrire l’équilibre entre la résistance littéraire et le dévouement méditatif qui paraissent comme deux prismes d’une même et unique personnalité.

 

Regie: Frank Hoffmann

Dramaturgie: Ruth Heynen, Mandy Thiery

 

Mit: SchauspielschülerInnen aus Russland und Luxemburg

 

Eine Produktion: Théâtre National du Luxembourg

In Kooperation mit: Maly Academic State Theatre, Centre culturel et scientifique de Russie à Luxembourg