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  • Don Quijote

       Théâtre

    Auteur :

    Nach Miguel de Cervantes

    Décors :

    Anouk Schiltz

    Musique :

    Emre Sevendik

    Maquillage :

    Joël Seiller

    Avec :

    Steve Karier und Luc Feit

    Une production :

    Théâtre National du Luxembourg, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

    Lieu de production :

    Théâtre National du Luxembourg

  • Tickets Dimanche
    02 mars 2014
    20:00
    Tickets Mardi
    04 mars 2014
    20:00
    Tickets Samedi
    08 mars 2014
    20:00
    Tickets Dimanche
    09 mars 2014
    17:00
    Tickets Lundi
    10 mars 2014
    20:00
    Tickets Mardi
    11 mars 2014
    20:00
TNL Saison 08/09
223

Don Quijote

In einer Wüste sitzt ein Möchtegern-Cowboy, verzweifelt und gelangweilt
zugleich, neben einem toten Pferd. Das Dumme ist bei der Hitze
nicht einmal der Tod des Pferdes an sich, sondern dass das blöde
Vieh auf dem Rücken liegt und somit keinen Schatten mehr wirft.
Scheissgaul….

Als neben dem schattenlosen Cowboy dann der drahtige Ritter Don
Quijote auftaucht, passiert es logischerweise, dass dieser ihn mit seinem
Knappen verwechselt. Dem Einsamen bleibt nichts anderes
übrig, als sich blindlings dem Fremden mit seinen Hirngespinsten
hinzugeben. Mit der Zeit findet der Skeptiker Gefallen daran, wird zu
Sancho Pansa, wie ihn Kafka malt: Er macht seinen eignen Teufel –
in diesem Falle seine Einsamkeit – zu Don Quijote, um von sich selbst
abzulenken, und könnte so sein Leben in Ruhe im Schatten eines
Gauls genießen, wenn die beiden das Teil denn wieder zum Stehen
kriegten. So stürzen sich die Haudegen in einen gnadenlosen Kampf
gegen die Bühne – immerhin war die Technik zu Quijotes Zeiten noch
nicht ganz so entwickelt wie heute: Beleuchtung, Ton und Effekte
scheinen Quijote gnadenlos zu überfordern. Das Theater wird zu seinen
Hirngespinsten, denen er den Krieg erklärt.

Don Quijote ist die Ergänzung zu Begrabt mein Pferd in la Mancha
nach Kicking a Dead Horse von Sam Shepard, das im Kapuzinertheater
aufgeführt wird. Shepards Kunsthändler Hobart Struthar
streift mit seinem Pferd durch die unbekannte Wüste auf der Suche
nach „Authentizität“. Am Ende liegt das Pferd, ein Symbol des amerikanischen
Traumes, tot auf dem Rücken. Jetzt ist Struthar bereit,
Sancho Pansa zu werden.

Anne Simon hat dieses ungewöhnliche Doppelprojekt nach
Cervantes und Shepard für das Théâtre National und die Théâtres de
la Ville erarbeitet. Wolfram Koch, der zuletzt im TNL in Taboris
Abendschau auftrat, spielt Don Quijote, während Steve Karier, der in
Gogols Revisor zu sehen war, Struthar-Sancho Pansa darstellt.
Beide Schauspieler sind in der laufenden Spielzeit auch in
Hauptmanns Rose Bernd zu erleben.

Zwei Stücke von Möchtegern-Cowboys und imaginären Rittern:
Am 8. März haben Sie die Möglichkeit, gleich beide Vorstellungen am
selben Abend zu sehen: Begrabt mein Pferd in la Mancha im
Kapuzinertheater um 17 Uhr und Don Quijote um 20 Uhr im TNL.