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Oscar Wilde / Enjott Schneider / Carolyn Sittig « zurück

DAS SALOME-PRINZIP


Nach Oben Aufführungen - Saison 2000/2001

Premiere: 10. April 2002 Kulturfabrik Esch 4 Vorstellungen 6 Vorstellungen in Gelsenkirchen




Nach Oben Presserückblick

In der Tat entspricht die sehr spartanisch-rigide, filigran gereinigte und eher spröde Rhythmik der Schneiderschen Vertonung eher dem klaren, kristallinen und dabei sehr expressiven Fluß der Wildeschen Sprache als die ausufernde Melodik des Straussschen Werkes: Duktus und Geist von Wildes Text und Schneiders "postmoderner Musik" (Schneider) verbinden sich zu einer sehr spannungsreich-dialektischen Einheit von Ton und Wort, wobei Schneider dem Text absolute Priorität einräumt.

Robert Medernach, Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek



Auf offener Bühne von Jean Flammang (…) vollzieht sich ein Theater über das Theatermachen. Bertolt Brecht dürfte Pate gestanden haben.

Jörg Loskill, Opernwelt



Eine Trennung zwischen Orchester und Protagonisten gibt es nicht, und auch das Publikum ist in Esch durch die unmittelbare Nähe zur Bühne sozusagen ins Geschehen eingebunden. Eine neue Form interaktiven Theaters. (…) Jeder einzelne Orchestermusiker wird zur Operndiva und trägt zur szenischen Darstellung des Stücks bei. Jeder einzelne soll das Konzept einer durch Materialismus entstellten mordenden Gesellschaft hervorheben. Das "Prinzip" der Salomé: ein Duell gegen den Kapitalismus.

Marc Fiedler, Lëtzebuerger Land



Carolyn Sittigs Inszenierung operiert mit einfachen Bildern und darf insofern raffiniert genannt werden, als sie das klein besetzte Kammerorchester nicht im Graben versteckt, sondern beinah brechtisch mit den Akteuren auf ein und denselben Bretterboden stellt. So wirkt es ausgesprochen theatralisch, wenn der musikalische Leiter Kai Tietje, wie seine Musikerkollegen im Partylook, sein Notenpult beim Szenenwechsel über die Bühne schiebt, um den Instrumentalisten der Neuen Philharmonie Westfalen, mit denen er an diesem Abend wenig Mühe hat, den nächsten Einsatz zu geben.

Georg Beck, Süddeutsche Zeitung



Das Ensemble ist klug und kompetent besetzt: Regine Hermann findet in der Titelpartie, in die sie wie alle anderen Figuren aus der Realität ins Theater "einsteigt", im zweiten Teil aus halbherziger Pose zu tiefem, erschütterndem Ausdruck.

HJL, WAZ



Die viel beschäftigte Monique Simon (…) spielte den jungen Syrer auf eine ungewöhnliche komische Art. (…) sie lebte ihre Rolle…und sang dazu noch auf ihre unnachahmlich warme Art.

Norry Goedert, Tageblatt


Eine Coproduktion
Théâtre National du Luxembourg /
Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen


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