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HEDDA GABLER
Regie: Klaus Weise
Ausstattung: Fred Fenner
Licht: Zeljko Sestak
Dramaturgie: Kristina Wydra
Mit: Wolfgang Maria Bauer, Susanne Bredehöft, Ralf Drexler, Charity Laufer, Tatjana Pasztor,
Katharina von Bock, Germain Wagner
Termine
| Do 06.05.10 - |
20:00 |
Théâtre National du Luxembourg (vorbei) |
| Fr 07.05.10 - |
20:00 |
Théâtre National du Luxembourg (vorbei) |
| Sa 08.05.10 - |
20:00 |
Théâtre National du Luxembourg (vorbei) |
| So 09.05.10 - |
20:00 |
Théâtre National du Luxembourg (vorbei) |
PräsentationKurz nach dem Tod ihres geliebten Vaters, des gut situierten, angesehenen Generals Gabler, hat die schöne und eigensinnige Hedda Gabler den Historiker Jörgen Tesman geheiratet. Tesman ist ein durch und durch ehrlicher und strebsamer Mann, der Hedda schon immer angebetet hat – und der sie, brav und solide, wie er nun einmal ist, entsetzlich langweilt. Soeben ist das jung verheiratete Paar von einer sechsmonatigen Hochzeitsreise heimgekehrt und in eine alte Villa gezogen, in der zu leben früher einmal ein Wunschtraum Heddas war.
Bald erfahren sie, dass Ejlert Lövborg, ein Jugendfreund Tesmans und Heddas ehemaliger Geliebter, in der Stadt ist, dass er seinen Alkoholismus überwunden und gemeinsam mit Thea Elvstedt, einer Bekannten Heddas aus der Schulzeit, ein Buch geschrieben habe. Hedda sucht Beider Nähe, spielt ihnen alte Vertrautheit vor und drängt sich, berechnend und manipulativ, in ihre Beziehung hinein. Nach und nach gelingt es ihr, den labilen Lövborg immer mehr zu verunsichern, immer stärker ins Wanken zu bringen, was er sich mit Theas Hilfe aufgebaut hat – bis sie ihn schließlich in den Selbstmord treibt.
Damit erfüllt sich Heddas Wunsch, endlich einmal das Leben eines anderen Menschen im Griff zu haben. Doch liefert sie sich auch selbst einem Anderen aus: dem Richter Brack, der um ihre Mitschuld an Lövborgs Selbstmord weiß und sie nun zu erpressen versucht …
Ibsens 1891 in München uraufgeführtes Stück kreist um eine Protagonistin, die uns Rätsel aufgibt. Warum nur ist Hedda Gabler, wie sie ist? Woher rühren ihr Lebensüberdruss, ihre Überheblichkeit? Ist sie einsam, fehlt es ihr an einem Menschen, dem sie sich öffnen kann, der sie versteht? Oder an einer Aufgabe? Liegt ihrem Handeln eine tiefere Motivation zugrunde? Oder ist sie doch nur eine verzogene Kindfrau, die hohe Ansprüche hat, aber nichts leistet? Die nie erwachsene gewordene Generalstochter, die der eigenen Mittelmäßigkeit nicht ins Auge sehen kann?
Der bekannte deutsche Regisseur Klaus Weise, Intendant des Bonner Theaters, hat sich bereits mehrmals in seinen Inszenierungen mit Ibsen beschäftigt. Und jetzt kommt Hedda Gabler. Die Coproduktion mit dem Schauspiel Bonn feiert ihre Premiere in Luxemburg und wird anschließend in den Spielplan des Bonner Theaters aufgenommen.
Eine Coproduktion:
Théâtre National du Luxembourg/Theater der Bundesstadt Bonn
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