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Das Theater des nördlichen Europa steht im Zentrum der Saison 2009/2010. Das Theater wurde im Norden geboren. Das Theater von heute.
Das Leben greifen und es beschreiben. Die Welt betrachten, verstehen und sie ausdrücken. All dies wurde im Norden Europas erfunden.
Die Ästhetik des Kinos, von seinen Anfängen bis zu den modernsten Entwicklungen, ist undenkbar ohne die Autoren, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Norwegen und in Schweden das Theater auf den Kopf gestellt haben. Und mit ihm das menschliche Kapital, das zu dechiffrieren, was bis dahin undurchschaubar schien: die Wirklichkeit.
Henrik Ibsen und August Strindberg haben die Worte gefunden, um die Dinge zu sagen. Sie haben die ideologischen und politischen Konventionen ihrer Zeit ins Wanken gebracht, als sie versuchten, der alltäglichen Realität des Menschen so nahe wie möglich zu kommen. Denn diese Realität ist vor allem die eines Körpers und die einer Gesellschaft.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts existierte der Mensch noch nicht als Individuum, weder im konkreten und sozialen Leben, noch in seiner Darstellung, im Roman, der vorgab, dieses Leben getreu zu reproduzieren.
Der Mensch als Individuum ist auf der Bühne geboren.
So wird als eine der größten Paradoxien der Menschheitsgeschichte bleiben, dass der Mensch von Anfang an seine eigene Wirklichkeit „spielt“.
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