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  • Die Antigone des Sophokles

       Theater, Théâtre

    Autor:

    Bertolt Brecht

    Regie :

    Bernhard M. Eusterschulte

    Bühne :

    Bernhard M. Eusterschulte

    Kostüme :

    Bernhard M. Eusterschulte

    Musik :

    Roderik Vanderstraeten

    Dramaturgie :

    Jürgen Popig

    Mit:

    Nickel Bösenberg, Dana Borteanu, Steffen Gangloff, Pascale Noé Adam, Olga Török, Oana Vidoni, Germain Wagner

    Eine Coproduktion :

    Théâtre National du Luxembourg, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Deutsches Staatstheater Temeswar, Theater Heidelberg, TARTproduktion Stuttgart

    Ort der Produktion:

    Théâtre National du Luxembourg

  • Tickets Freitag
    12 Januar 2018
    20:00
    Tickets Sonntag
    14 Januar 2018
    17:00
    Tickets Montag
    15 Januar 2018
    20:00
    Tickets Dienstag
    16 Januar 2018
    20:00
    Tickets Mittwoch
    17 Januar 2018
    20:00
Antigone
285

Die Antigone des Sophokles

Kreation

DE

 

In Brechts Antigone wird nicht das Schicksal, sondern der Mensch zur zerstörerischen Macht seiner selbst.

 

Eusterschulte behandelt “Die Antigone des Sophokles” wie ein Klassiker – und nimmt sich entsprechende Freiheiten heraus. (…) Dabei machen seine Eingriffe stets Sinn und zeugen zudem von der Intelligenz des Theatermachers. Pitt Herrmann, Sonntagsnachrichten

 

Timisoara, das Wien Rumäniens, die Metropole des Banat, im 17. Jahrhundert dem Osmanischen Reich entrissen und dann mit hunderttausenden schwäbischen Bauern besiedelt, hat seit k.u.k.-Zeiten ein eigenes deutschsprachiges Theater. Das ging durch alle Wirren der Zeit und ist in seiner vitalen, kulturellen Eigenwilligkeit zum ersten Mal im TNL zu sehen.

 

Für Hegel war die Antigone des Sophokles das „absolute Exempel der Tragödie“. Der elementare Konflikt zwischen Mensch und Staat werde in diesem Drama verhandelt. Antigone kämpft um ihr Recht, den toten Bruder zu begraben, den der Staat als ehrlosen Verräter sieht und deshalb ihr dieses Recht verwehrt. Die Unauflösbarkeit des Konflikts führt zum Untergang aller. Dass Bertolt Brecht diesen dramatischen Monolith benutzte, um an ihm das Instrumentarium des epischen Theaters zu schärfen, hat viel mit dem historischen Moment zu tun. Das Nazireich lag in Trümmern und Brecht wollte nicht zulassen, dass die Deutschen Krieg und Holocaust als tragisches Verhängnis begreifen. Dass sie sich so von der Seite der Täter auf die Seite der Opfer schlagen. Brechts Bearbeitung unter dem Titel Die Antigone des Sophokles hebt hervor, dass Geschichte nicht wie ein Fatum auf die Menschen herabfällt. Denn die Welt ist veränderbar und die Geschichte wird von Menschen gemacht.

 

In Zeiten, da ringsum Abschottung und neuer Nationalismus grassieren, ist allein schon die Koproduktion von Temeswar, Luxemburg, Heidelberg und den Ruhrfestspielen ein exemplarisches Zeichen. Regisseur Bernhard M. Eusterschulte hat bereits mehrmals im TNL mit seinen ungewöhnlichen Inszenierungen für Aufsehen gesorgt, zuletzt 2013 mit seinem Faust 2.0.

 

Regie: Bernhard M. Eusterschulte

Dramaturgie: Jürgen Popig

Sounddesign: Roderik Vanderstraeten

Bühne und Kostüme: Bernhard M. Eusterschulte

Mit: Nickel Bösenberg, Dana Borteanu, Steffen Gangloff, Pascale Noé Adam, Olga Török, Oana Vidoni, Germain Wagner

Eine Coproduktion: Théâtre National du Luxembourg, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Deutsches Staatstheater Temeswar, Theater Heidelberg, TARTproduktion Stuttgart

 

Premiere am 12. Januar 2018 um 20.00 Uhr

14. Januar, 17.00 Uhr

15., 16., 17. Januar, 20.00 Uhr

Théâtre National du Luxembourg