Home  /  News  /  Watt Elo
Layout 1

Watt Elo

Die Figuren des Stücks schwanken, taumeln und torkeln.

Sind sie Männer oder Frauen? Sind sie Menschen oder Objekte? Vielleicht ein Paket, ein Teppich, ein Topf oder gar ein Kloakenrohr? Sie haben vielfältige Gebrechen, und ihr Verhalten mutet merkwürdig an. Zum Beispiel die Art und Weise, wie sie hinfallen, wie sie zu lächeln pflegen, wie sie ihren Hut aufsetzen. Kennen sie überhaupt die Regeln des menschlichen Miteinanders?

Wie in einem Kaleidoskop spiegeln sich die Charaktere untereinander und versuchen so, sich selbst und die Welt zu verstehen

 

Samuel Beckett schrieb 1942 seinen Roman Watt, eine Art Versuchsanordnung, bei der Sprache als Suchmaschine dient und die alten Fragen rund um Geburt, Leben und Tod in ihrer ganzen clownesken Banalität und Selbstverständlichkeit behandelt werden. Inspiriert von diesem Roman, füllen dreizehn Darsteller des collectif DADOFONIC das Plateau der Bühne mit diversen Beckettschen Charakteren, hantieren mit verschiedenen Objekten und verrichten ihre Alltagshandlungen. Watt elo ist eine Geschichte über das Kommen, Bleiben und Gehen und um die Frage nach dem Was – Watt.

 

Das collectif DADOFONIC besteht nun seit vier Jahren und ist inzwischen bekannt für seinen unverkennbaren „dadofonischen“ Stil. Es gibt etwas Besonderes, das das collectif DADOFONIC von anderen Theatergruppen unterscheidet: Die Schauspieler erregen Aufmerksamkeit, faszinieren und ziehen in den Bann. Die Spannbreite und die Vielfalt des Menschenmöglichen werden ausgeschöpft, und auf unterschiedliche Weise wird deutlich, dass es das „dadofonische“ Konzept ist, Heterogenität zu feiern. Dies geschieht, indem Normen erweitert, Sehgewohnheiten erschüttert und menschliche Extreme gezeigt werden. Dies ergibt sich allein schon durch die beispielsweise körperlich ungewöhnlichen Erscheinungsbilder: eine Körpergröße von 1,36 m, die weichen Gesichtszüge von Menschen mit Trisomie, die schwer zu beantwortende Frage nach dem Alter, die kindlichen oder auch gebrechlichen, ungewöhnlichen Bewegungen. Wunderbar!

 

Premiere am 5. Dezember 2015 um 20.00 Uhr

6. Dezember, 17.00 Uhr, 7., 8. Dezember, 10.00 Uhr