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Theaterzyklus über den Ersten Weltkrieg

100 Jahre danach. Drei Projekte zeigt das TNL zum Ersten Weltkrieg: ein abgefahrenes Rockmusikdrama von Wolfsmehl über den letzten deutschen Kaiser Wilhelm II., eine bewegende musikalische Lesung über Le Violoncelle de guerre mit Emmanuelle Bertrand und François Marthouret und eine fesselnde Heraufbeschwörung des Weltenbrandes, das der Erste Weltkrieg darstellte.

100 ans après. Trois spectacles seront consacrés à la Grande Guerre: un opéra rock complètement décalé de Wolfsmehl sur le dernier empereur allemand Wilhelm II., un concert-lecture émouvant sur Le Violoncelle de guerre avec Emmanuelle Bertrand et François Marthouret et une évocation poignante du Weltenbrand que constituait la Première Guerre mondiale.

 

WILHELM II.

THE CRAZY ANTIWAR HISTORY RALLYE

Wolfsmehl / Stefan Maurer

Rockmusikdrama

 

Wenn das geflügelte Wort vom „Treppenwitz der Geschichte“ auf etwas passt, dann auf diese groteske Story Wilhelms II., dem ein seltsam gnädiges Geschick erlaubte, sich jeder Strafe und Verantwortung für millionenfaches Schlachten in einem holländischen Schlösschen zu entziehen, das er von Audrey Hepburns Tante erwarb.

Dort, in Doorn, zog er ein, samt einer 59 Güterwaggons umfassenden Ladung aus Möbeln, Kunstwerken, Kleidern, Waffen – als gleichsam letzte Untertanengeste der ersten deutschen Republik.

Ausgesperrt aus der Geschichte, blieb ihm als Opfer nur der 35 Hektar große Park mit alten, majestätisch hohen Bäumen, die er Tag um Tag, Jahr um Jahr die letzten 20 Jahre seines Lebens zu Kleinholz schlug. Als wäre es aus einem Stück von Thomas Bernhard, gab es dazu dann noch den ergebenen Sekundanten, mehr als zwanzig Jahre lang gekettet an den manischen Pedanten, an dessen Selbst-verblendung, Launen, Hasstiraden und selbstherrliche Prahlerei. Sigurd von Ilsemann sein Name, von Wilhelm II. auch gerne „Ilsemännchen“ oder „Ilsebein“ genannt.

Die Aufzeichnungen des Flügeladjudanten sind das authentische Material, aus dem der Autor Wolfsmehl ein „Rockmusikdrama“ kreiert hat, das nach der Uraufführung bei den Ruhrfestspielen jetzt nach Luxemburg kommt, 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. Achtung, es wird kein Gedenkabend. Im Gegenteil: ein verrückter, wilder Tanz am Abgrund, inszeniert von Stefan Maurer, pointiert von tollen Schauspielern und Sängern. So spielt und singt Susanne Bredehöft den letzten deutschen Kaiser.

Und dann ist da diese Musik von Sebastian Lohse, die auf den ersten Blick so gar nicht zum ernsten Sujet passen will. Auf den zweiten Blick aber wohl: Es entsteht ein abgefahrener Abend, an dem heftig Musik gegen den Krieg gemacht wird. Und das ist gut so!

 

Regie: Stefan Maurer; Liedtexte: Wolfsmehl; Komposition: Sebastian Lohse; Bühne und Kostüme: Alexandra Pitz; Musikalische Leitung: Sebastian Lohse

Musiker: David Hagen, Christian von der Goltz, Matthias Trippner

Mit: Susanne Bredehöft, Thorsten Heidel, Uli Pleßmann, Jubril Sulaimon, Brigitte Urhausen

Eine Koproduktion: Théâtre National du Luxembourg, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Stadttheater Minden

 

Premiere am 5. November 2018 um 20.00 Uhr

6., 13. November, 20.00 Uhr

11. November, 17.00 Uhr

 

LE VIOLONCELLE DE GUERRE

Maurice Maréchal et le Poilu

Concert-lecture d’après les 9 carnets de guerre de Maurice Maréchal

 

L’horreur de la guerre cache parfois de belles histoires. Comme celle du violoncelliste Maurice Maréchal. Grand musicien engagé sur le front, il a continué à jouer grâce à un instrument de fortune fabriqué par ses camarades de tranchées. Baptisé « Le Poilu », l’instrument a repris vie grâce à la violoncelliste Emmanuelle Bertrand qui a créé un concert-lecture autour de cette belle histoire.

 

Aux côtés d’Emmanuelle Bertrand, le comédien François Marthouret donne voix à l’histoire insolite de ce Violoncelle de guerre. Acteur prolifique, habitué des plus grandes scènes françaises, à la filmographie impressionnante, aussi bien sur grand que sur petit écran, Marthouret est encore réalisateur de cinéma.

Ecrit par: Emmanuelle Bertrand

Avec: Emmanuelle Bertrand, violoncelle, François Marthouret, comédien

Organisation: Institut français du Luxembourg, Association Victor Hugo, Le Mouvement Européen Luxembourg, Théâtre National du Luxembourg

Avec le soutien de: Société des Officiers Français au Luxembourg, IHEDN, Le printemps des Poètes Luxembourg

Sous le patronage de M. l’Ambassadeur de France au Luxembourg

Première le 12 novembre 2018 à 20h00

 

WELTENBRAND

Eine Theatercollage über den Ersten Weltkrieg

 

Weltenbrand ist ein Versuch, das Unbegreifliche dieser europäischen Katastrophe fassbarer zu machen, die Annäherung an eine Generation, „die vom Kriege zerstört wurde, auch wenn sie den Granaten entkam“, wie Erich Maria Remarque schrieb.

 

Mit zeitgenössischen Zitaten und Fotos, vertonten Gedichten August Stramms, Bildern von Otto Dix und einer Ebene aus Geräuschen und Musik verbindet sich in Weltenbrand die Geschichte zu einem zeitlosen und intensiven Theatererlebnis.

 

Regie: Erik Schäffler; Komposition & Musik: Markus Voigt; Textbearbeitung: Michael Bideller

Mit: Michael Bideller, Oliver Hermann, Markus Voigt

Eine Produktion: Axensprung Theater

Mit der Unterstützung der Deutschen Botschaft in Luxemburg

 

Premiere am 14. November um 20.00 Uhr