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Rausch

Rausch

Kreation

Den Rausch hat er 1899 wie atemlos aufs Papier gefetzt, zwei Jahre nach der „Inferno-Krise“, einem Gemetzel der Beziehungen, an dem Strindberg fast zerbrach. Er nennt es eine Komödie, doch in ihr drin steckt all das Chaos menschlicher Gefühle, wie aus dem wilden Meer geschöpft mit einem Wasserglas.

 

August Strindbergs Rausch, das im Original Verbrechen und Verbrechen heißt, stellt die Fragen nach Schuld und Buße und betrachtet den Menschen im Zustand des Rausches. Ein Novum. Ibsen war dagegen noch ein Fels in der Brandung, der die bürgerliche Welt aus einer klaren moralischen Position angreifen konnte. Strindberg, nur 21 Jahre jünger, schreibt wie aus einer anderen Wirklichkeit – die Moderne bricht an, die festen Ordnungen lösen sich auf, der Mensch muss seine Moral und Identität in sich selbst finden.

 

An dem Punkt beginnt die hochkarätig besetzte Inszenierung von Intendant Frank Hoffmann, in der Robert Stadlober, den Protagonisten Maurice spielt, umgeben von hervorragenden Schauspielern, die Frank Hoffmann seit Jahren begleiten.

 

Rauschhafter Rausch. Frank Hoffmann lässt Strindbergs Komödie “Rausch“ mit kräftigen Farben sowie tragischen Untertönen aufbrausend durchrauschen. Peter E. Rytz, Review

 

Regie: Frank Hoffmann; Bühne: Christoph Rasche; Kostüme: Jasna Bosnjak; Musik und Toneffekte: René Nuss

Dramaturgie : Ruth Heynen: Regieassistenz : Tom Dockal

Mit: Sinja Dieks, Maria Gräfe, Wolfram Koch, Jacqueline Macaulay, René Nuss, Christiane Rausch, Roger Seimetz, Robert Stadlober, Maik Solbach

 

Eine Coproduktion: Ruhrfestspiele Recklinghausen, Théâtre National du Luxembourg,

Schauspiel Hannover, Deutsches Theater Berlin

 

Premiere am 24. Februar 2018 um 20.00 Uhr

25. Februar, 17.00 Uhr

2., 3., 6., 7., März, 20.00 Uhr

Théâtre National du Luxembourg